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Anti-Allergie-Präparate beeinflussen die Fahrtüchtigkeit

Bei Müdigkeit hinter dem Steuer sofort rechts ranfahren

25. April 2019 - Mit Beginn des Frühlings leiden viele Menschen unter einer Pollenallergie und müssen gegen die Symptome wie juckende Augen oder eine laufende Nase Medikamente einnehmen. Anti-Allergie-Präparate können jedoch müde machen und somit einen Sekundenschlaf hinter dem Steuer begünstigen.

22 Prozent der Deutschen klagen über Heuschnupfen

Etwa 22 Prozent der Deutschen leiden unter Heuschnupfen. Knapp die Hälfte nutzt dann rezeptfreie (48 Prozent) und etwa jeder Vierte (25 Prozent) verschreibungspflichtige Medikamente (YouGov 2017). „Solche Anti-Allergie-Präparate, aber auch Antiepileptika, Psychopharmaka und einige Schmerzmittel können die kognitive Leistungsfähigkeit einschränken, latente Müdigkeit hervorrufen und so auch die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen“, erklärt Dr. Hans-Günter Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).

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Müdigkeit erhöht das Risiko für einen Unfall im Straßenverkehr

Müdigkeit am Steuer ist insofern speziell im Frühling für Menschen mit einer Pollenallergie besonders gefährlich. Wer bei Tempo 100 für nur drei Sekunden hinter dem Lenkrad einnickt, verpasst über 80 Meter der zurückgelegten Strecke und vielleicht sogar den Rest des eigenen Lebens. In dieser kurzen Zeit können Betroffene nicht nur einen Verkehrsunfall verursachen, sondern auch andere Menschen gefährden. Rund jeder vierte (26 Prozent) Autofahrende ist mindestens schon einmal hinter dem Steuer eingeschlafen und hatte somit mindestens für kurze Zeit keine Kontrolle mehr über sein Auto (Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) 2016).

Verantwortung im Umgang mit Medikamenten schützt vor Sekundenschlaf

Wer rezeptfreie oder verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt, sollte daher mögliche Einflüsse auf die eigene Fahrtüchtigkeit genauso wie eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bei einem Arzt, einer Ärztin oder in einer Apotheke abklären. Dies ist speziell vor der ersten Anwendung, bei einer Dosissteigerung, bei einer Umstellung oder beim Absetzen von Medikamenten wichtig. Wer beim Autofahren dennoch Müdigkeitsanzeichen wie häufiges Gähnen oder schwere Augenlider bemerkt, sollte dringend eine Pause einlegen. Diese empfiehlt sich mit etwas Bewegung zur Kreislaufaktivierung oder mit einem Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten zu kombinieren. „Dazu am besten einen Wecker stellen, die Rückenlehne zurückstellen, die Augen schließen und langsam zur Ruhe kommen“, rät Anna-Sophie Börries, Projektleiterin der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“ beim DVR.