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Risiko raus!UK | BGDVR Deutscher VerkehrssicherheitsratVision Zero

Eine UK/BG/DVR-Schwerpunktaktion

Mit Überblick und Verkehrsregeln sicher handeln

Im Jahr 2009 betrug die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen 2,31 Millionen. Das bedeutet, dass alle 14 Sekunden ein Unfall passiert. 4.152 Menschen verloren dabei ihr Leben, rund 400.000 wurden zum Teil schwer verletzt. Zu dem Leid der Opfer kommt der volkswirtschaftliche Schaden: Durch Verkehrsunfälle entstehen jedes Jahr Kosten in Höhe von über 30 Milliarden Euro. Experten schätzen, dass zirka 90 Prozent der Verkehrsunfälle durch menschliches Fehlverhalten verursacht werden.

Was wir beachten müssen

Wir als Verkehrsteilnehmer sind die Fehlerquelle Nr.1 im Straßenverkehr. Daraus ergibt sich, dass nichts für die Sicherheit im Straßenverkehr so wichtig ist, wie unser eigenes Verhalten. Doch um sich verantwortungsvoll zu verhalten, muss man – wie bereits erwähnt – nicht nur auf sich selbst schauen. Als Einzelner ist man schließlich nur ein Teil des großen Puzzles, aus dem sich das System Straßenverkehr zusammensetzt. Das heißt: Um sich auf der Straße richtig und sicher zu verhalten, müssen wir auch die Faktoren im Blick haben, an die wir nicht immer sofort denken. Die folgenden vier Komponenten sind besonders wichtig:

1. Verkehrsteilnehmer

Dazu gehören wir selbst, aber auch alle anderen Personen, die im Straßenverkehr unterwegs sind. Entscheidend für eine Verkehrssituation ist nicht nur die Menge der beteiligten Verkehrsteilnehmer, etwa im dichten Berufsverkehr oder auf einer wenig befahrenen Landstraße, sondern auch die persönliche Verfassung. Es macht einen großen Unterschied für das individuelle Verhalten, ob jemand traurig oder fröhlich, müde oder ausgeruht, gestresst oder entspannt ist.

2. Verkehrsmittel

Manche gehen zu Fuß, andere nehmen den Bus, wieder andere fahren mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad. Je nachdem, wie man sich fortbewegt, wirken ähnliche Verkehrssituationen völlig unterschiedlich. Am Steuer eines komfortablen und hoch gebauten Geländewagens verfolgen wir das Treiben auf einer belebten Kreuzung mit einem Gefühl von Überlegenheit und Sicherheit. Das haben wir nicht, wenn wir zu Fuß unterwegs sind und trotz dichten Gedränges aus Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern die Straße überqueren wollen. Jeder Verkehrsteilnehmer muss außerdem die Verantwortung dafür übernehmen, dass sein Fahrzeug auch voll funktionstüchtig ist. Zum Beispiel durch die richtige Bereifung, eine korrekte Lichteinstellung oder uneingeschränkte Sicht durch freie Scheiben.

3. Verkehrswege

Autobahnen oder Innerorts-Straßen unterscheiden sich durch ihren Verlauf, die eingesetzten Baumaterialien oder ihre geographische Lage. Das beeinflusst auch das Verhalten von Verkehrsteilnehmern: Je breiter die Straße ist, umso mehr verleitet sie dazu, schnell zu fahren. Dazu kommt die Abhängigkeit vom Wetter oder anderen äußeren Einflüssen wie Wildwechsel oder Bauarbeiten. Eine regennasse oder ölverschmutzte Fahrbahn besitzt ganz andere Fahreigenschaften als ein trockener Fahrstreifen.

4. Verkehrsregeln

Je nachdem, wo, wie und wann man unterwegs ist, gelten andere Verkehrsregeln. Manche dieser Regeln werden uns unmittelbar durch Schilder oder Hinweise angezeigt (zum Beispiel das Tempolimit), andere müssen von uns selbstständig angewandt werden (etwa beim Bilden einer Rettungsgasse). Dort, wo die Verkehrsregeln der Straßenverkehrsordnung keine konkreten Lösungsmöglichkeiten vorgeben, helfen oft so genannte informelle Regeln. Diese sind nicht offiziell, werden aber von den meisten Verkehrsteilnehmern automatisch befolgt. Auch sonst hat das Verhalten der Mehrheit eine Vorbildfunktion für den Einzelnen. Ein typisches Beispiel: Bereits aus der Distanz ist zu sehen, dass vorausfahrende Fahrzeuge nacheinander einen Fahrradfahrer überholen. Dazu setzten Sie frühzeitig den Blinker und fahren in einem ausreichend großen Bogen am Radfahrer vorbei. Die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer kopieren dieses Verhalten. Manchmal ist aber auch eigenverantwortliches Handeln gefragt: Das gilt zum Beispiel immer dann, wenn eine Regel bewusst gebrochen werden muss, um einen schweren Unfall zu verhindern. Das kann passieren, wenn man eine durchgehende Linie absichtlich überfährt, und so einem gefährlichen Zusammenstoß entgeht.


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